Kündigungsschutz

Kündigungsschutz - für wen gilt er und was ist das?

Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens (mit 10 oder mehr Mitarbeitern) hat einen sogenannten gesetzlichen Kündigungsschutz.

Alle Mitarbeiter haben diesen, egal wie alt oder jung, wie gut oder schlecht arbeitend, kurz oder lange im Betrieb. Der Kündigungsschutz regelt u.a., dass einem Arbeitnehmer nur aus bestimmten Gründen  und mit bestimmten Kündigungsfristen  gekündigt werden darf.

Eine Ausnahme bilden die Arbeitnehmer, die sich noch in der vereinbarten Probezeit befinden, da diesen meist ohne Angabe von Gründen mit einer kürzeren Kündigungsfrist (mindestens 2 Wochen) gekündigt werden darf. Allerdings nur, wenn die Probezeit im Arbeitsvertrag vereinbart wurde.


Besonderer Kündigungsschutz


Einige Gruppen an Personen haben einen besonderen Kündigungsschutz und sind quasi „unkündbar“. Darunter fällt man z.B., wenn man Schwanger ist, eine Schwerbehinderung hat, oder Betriebsratsmitglied ist.
Schwangeren beispielsweise darf nicht gekündigt werden, zumindest, wenn die Schwangere den Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert hat. Ist dies passiert, ist die Schwangere unkündbar. In Ausnahmefällen muss sich der Arbeitgeber eine amtliche Erlaubnis zur Kündigung erteilen lassen. Dies kommt in der Realität allerdings nahezu nie vor.
Auch schwerbehinderte Arbeitnehmer haben einen ähnlichen besonderen Kündigungsschutz. Sie sind ebenfalls bis zur Zustimmung einer bestimmten amtlichen Stelle unkündbar, dürfen also aus keinem Grund gekündigt werden.
Eine weitere Personengruppe, die einen besonderen Kündigungsschutz hat, sind Betriebsratsmitglieder. Ist man als Arbeitnehmer Mitglied des Betriebsrats, so kann einem nicht gekündigt werden. Nahezu jede Kündigung wäre in einem solchen Fall unwirksam.
Eine Art Sonderstellung bezüglich Kündigungsschutz haben Arbeitnehmer in Elternzeit bzw. Mutterschutz (direkt vor bzw. nach der Geburt des Kindes). Ihnen darf nicht ohne weiteres gekündigt werden und nach der Elternzeit muss im Normalfall eine Weiterbeschäftigung ermöglicht werden. Wenn es im Unternehmen darstellbar ist, muss die Weiterbeschäftigung auch in Teilzeit ermöglicht werden. Der Arbeitgeber kann dies zwar unter bestimmten Voraussetzungen umgehen, allerdings lohnt es sich als Arbeitnehmer oftmals, die Situation von einem Anwalt für Arbeitsrecht prüfen zu lassen.

Die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst:

  • Wenn in deinem ehemaligen Unternehmen mindestens 10 Mitarbeiter tätig waren, gilt für dich der Kündigungsschutz
  • Es darf dir dann nur mit einer gesetzlichen Frist und aus bestimmtem Grund gekündigt werden
  • Bist du schwanger, hast eine Schwerbehinderung oder bist Betriebsratsmitglied gilt der besondere Kündigungsschutz und du bist quasi „unkündbar“

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