Checkliste Kündigung

  • Agentur für Arbeit: Wichtig: Melde dich innerhalb von drei Tagen nachdem du die Kündigung erhalten hast bei der Agentur für Arbeit. Meist reicht als erste Maßnahme ein Anruf zur Terminvereinbarung. Wenn ihr euch nicht direkt dort meldet, kann dies zu unangenehmen Folgen führen und das Arbeitslosengeld gekürzt werden. Um den vereinbarten Termin wahrzunehmen, muss der Arbeitgeber euch von der Arbeit freistellen.

  • Situation prüfen: Prüfe, ob es sich lohnen könnte, gegen deine Kündigung vorzugehen. Dies könnt ihr durch unseren Check und unsere Partneranwälte tun. Wichtig: Ihr könnt euch meist durch eine Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung wehren. Die muss innerhalb von drei Wochen ab Erhalt der Kündigung bei Gericht eingereicht werden.

  • Weiter zur Arbeit: Geht auch nach der Kündigung weiterhin zur Arbeit und verrichtet euren Job, wenn ihr nicht freigestellt worden seid. Gehalt bekommt ihr bis zum Ende der Kündigungsfrist normal weiter. Wann die Kündigungsfrist zu Ende ist, steht im Kündigungsschreiben.

  • Arbeitszeugnis: Beantragt direkt ein Zwischenzeugnis. Dann könnt ihr euch damit sofort bewerben. Außerdem habt ihr eine gute Vorlage für das endgültige Arbeitszeugnis nach Ende der Kündigungsfrist.

  • Überstunden: Lasst euch eventuelle Überstunden ausbezahlen oder gegen Freizeit abgelten.

  • Resturlaub: Reicht euren Resturlaub ein. Oft wird der am Ende der Kündigungsfrist genommen. So habt ihr zwischen dem Ende des alten und dem neuen Job etwas Zeit, um euch auf die neue Situation einzustellen.

Dos & Don’ts bei einer Kündigung

Dos:

  • Ruhig bleiben: Wichtig ist, nicht unüberlegt zu reagieren. Am besten in einem Kündigungsgespräch erstmal an etwas anderes denken. Reagiert ihr über, ist das später eventuell schlecht, wenn ihr gegen die Kündigung vorgeht.

  • Keine Panik: Oft stehen die Chancen für Gekündigte sehr gut. Am besten schnell die Erfolgsaussichten prüfen und wenn sinnvoll durch eine Klage gegen die Kündigung vorgehen.

  • Schnell reagieren: Direkt die Agentur für Arbeit informieren, dann schnell die Klageaussichten prüfen

Dont's:

  • Nicht zu einer Unterschrift drängen lassen: Manchmal bietet einem der Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung oder eine einvernehmliche Kündigung statt einer „normalen“ Kündigung an. Auch wenn die dabei angebotene Abfindung interessant ist, solltet ihr immer erst mit einem Experten sprechen. Oft ist der angebotene Abfindungsbetrag zu niedrig oder nach Unterschrift drohen andere Folgen. Am besten den angebotenen Vertrag oder die Vereinbarung mit nach Hause nehmen und mit einem Rechtsanwalt besprechen.

  • Nicht zu viel erzählen: Bevor du dir nicht sicher bist, dass du nicht gegen die Kündigung vorgehen willst, nicht zu viel über die Kündigung erzählen. Nicht den Kollegen und erst recht nicht dem Chef. Je weniger dein Arbeitgeber weiß, desto weniger kann er sich auf eine Klage einstellen, wenn du dich gegen die Kündigung wehrst.

  • Keine eigenen voreiligen Schlüsse ziehen: Arbeitsrecht ist kompliziert. Es bringt dich nicht weiter, wenn du voreilige Schlüsse ziehst. Wenn du dir einredest, dass du eh keine Chance gegen deinen Chef hast und deine Kündigung deswegen nicht prüfen lässt, vergibst du eventuell eine ganze Menge Geld. Lieber einmal kurz mit einem Rechtsanwalt sprechen und Klarheit haben.



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