Schwangerschaft und Kündigung


Als Schwangere hast du absoluten Kündigungsschutz.

  • Kündigungen während der Schwangerschaft sind in der Regel unwirksam, du bist quasi „unkündbar“.
  • Der Kündigungsschutz für Schwangere gilt auch noch bis vier Monate nach der Entbindung.
  • Du kannst auch zwei Wochen nach der Kündigung deinem Arbeitgeber noch mitteilen, dass du schwanger bist.
  • Solltest du nicht gewusst haben, dass du schwanger bist, verlängert sich die Mitteilungsfrist.
  • Der Kündigungsschutz gilt auch bei einem Schwangerschaftsabbruch.

Als Schwangere hat man einen absoluten Kündigungsschutz, der nur sehr schwer zu umgehen ist. Du bist also quasi „unkündbar“.

Dein Arbeitgeber müsste bei der zuständigen Behörde eine Einwilligung zu der Kündigung einholen. Diese wird nur in extremen Ausnahmefällen erteilt. Ohne diese Einwilligung ist eine Kündigung unwirksam. Die Chancen auf eine Abfindung oder Wiedereinstellung stehen dann sehr gut, wenn du innerhalb der 3-wöchigen Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.


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Schwerbehinderung und Kündigung


Du hast eine Schwerbehinderung und besonderen Kündigungsschutz

  • Da du eine Schwerbehinderung hast, stehst du unter besonderem Kündigungsschutz.
  • Der besondere Kündigungsschutz gilt für Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 und ihnen gleichgestellte Personen.
  • Der Kündigungsschutz gilt auch in Kleinbetrieben.
  • Dein Arbeitgeber muss für die Kündigung die Zustimmung des Integrationsamtes einholen.
  • Dieser Schutz gilt nicht in den ersten sechs Monaten des Arbeitsverhältnisses.
  • Es gelten teilweise Ausnahmen, wenn du das 58. Lebensjahr vollendet hast.

Mit einer Schwerbehinderung hast du einen besonderen Kündigungsschutz, der nur schwer zu umgehen ist. Das bedeutet, dass die Kündigung in vielen Fällen unwirksam ist. Damit hast du gute Chancen auf Wiedereinstellung oder eine Abfindung, wenn du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.


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Fristlose Kündigung


Dir wurde außerordentlich/fristlos gekündigt

  • Außerordentliche oder fristlose Kündigungen sind nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der das Arbeitsverhältnis schwerwiegend belastet.
  • Die wichtigen Gründe müssen immer im Einzelfall geprüft werden.
  • Dein Arbeitgeber kann eine außerordentliche/fristlose Kündigung nur bis zu zwei Wochen nachdem er von dem Vorfall Kenntnis erlangt hat aussprechen.
  • In den meisten Fällen muss vor der Kündigung eine Abmahnung als milderes Mittel ausgesprochen werden.


Wichtige Gründe für eine fristlose Kündigung sind zum Beispiel:

  • Arbeitsverweigerung
  • Beleidigung
  • Diebstahl, Unterschlagung oder Betrug
  • Wegfallen der Arbeitsgenehmigung bei nicht EU-Bürgern
  • Mobbing
  • sexuelle Belästigung
  • unentschuldigte Fehlzeiten
  • Verrat von Geschäftsgeheimnissen
  • Krankfeiern
  • ...


Fristlose Kündigung oft unwirksam

Eine außerordentliche bzw. fristlose Kündigung kann nur in ganz bestimmten Fällen und bei schwerwiegendem Fehlverhalten ausgesprochen werden. Gerade bei kleineren Vergehen wie Zuspätkommen muss vorher eine Abmahnung ausgesprochen werden. Gerade weil fristlose Kündigungen oft im Streit ausgesprochen werden, sind viele unwirksam. Damit hast du gute Chancen auf Wiedereinstellung oder eine Abfindung, wenn du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.

Insbesondere wenn dir strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen wird, solltest du dich unbedingt anwaltlich beraten lassen, um Konsequenzen möglichst zu vermeiden.


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Verhaltensbedingte Kündigung


Dir wurde verhaltensbedingt gekündigt

  • Bei einer verhaltensbedingten Kündigung musst du in erheblichen Maße gegen deine vertraglichen Pflichten verstoßen haben.
  • Du musst schuld sein. Das heißt, du musst vorsätzlich oder zumindest fahrlässig gehandelt haben.
  • Die Kündigung muss verhältnismäßig sein und es darf kein milderes Mittel wie eine Abmahnung oder eine Versetzung geben.
  • Bei einer Interessenabwägung muss das Interesse deines Arbeitgebers, dich zu kündigen, schwerer wiegen als dein Interesse, deinen Arbeitsplatz zu behalten.

Auslegungssache verhaltensbedingte Kündigung

Eine verhaltensbedingte Kündigung ist immer auch Auslegungssache. Bei allen Punkten gibt es immer zwei Seiten und im Streit ist es nicht immer einfach, sich darauf zu einigen, ob wirklich ein Pflichtverstoß stattgefunden hat oder die Kündigung wirklich verhältnismäßig ist. In solchen Verhandlungen kann ein erfahrener Anwalt für Arbeitsrecht eine wertvolle Unterstützung sein. Damit hast du gute Chancen auf Wiedereinstellung oder eine Abfindung, wenn du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.


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Personenbedingte Kündigung

Dir wurde personenbedingt gekündigt

  • Voraussetzung für eine personenbedingte Kündigung ist, dass du aufgrund von persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften deine Arbeit nicht mehr verrichten kannst.
  • Es ist egal, ob dich dabei eine Schuld trifft.
  • Unerheblich ist auch, ob du deine Fähigkeiten verloren hast oder gar nicht erst hattest.
  • Es müssen konkrete Störungen des Arbeitsverhältnisses vorliegen.
  • Wichtig ist, dass du deine Arbeitsleistung nicht mehr erbringen kannst, auch wenn du wolltest.
  • Es muss eine negative Prognose vorliegen. Das heißt, dass es dir auch in Zukunft nicht möglich sein wird, deine Arbeitsleistung zu erbringen.
  • In den meisten Fällen wird eine personenbedingte Kündigung wegen (chronischer) Krankheit ausgesprochen.
  • Bei einer personenbedingten Kündigung ist keine vorherige Abmahnung notwendig.
  • Auch bei einer personenbedingten Kündigung ist die Kündigung das letzte Mittel. Es muss immer geprüft werden, ob du nicht an anderer Stelle im Unternehmen eingesetzt werden kannst.

Personenbedingte Kündigung oft unwirksam

Eine personenbedingte Kündigung kommt eher selten vor und häufig übersehen Arbeitgeber, dass die Hürden für diese Art der Kündigung relativ hoch sind. Dein Arbeitgeber muss alles daran setzen, dich weiter zu beschäftigen. Nur wenn es wirklich keine Möglichkeit gibt dich jetzt und auch in Zukunft im Unternehmen einzusetzen, kann eine personenbedingte Kündigung ausgesprochen werden. Damit hast du gute Chancen auf Wiedereinstellung oder eine Abfindung, wenn du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.


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Betriebsbedingte Kündigung


Dir wurde betriebsbedingt gekündigt

  • Eine betriebsbedingte Kündigung erfolgt aus dringenden betrieblichen Gründen, die dazu führen, dass dein Arbeitgeber deine Arbeitskraft nicht mehr benötigt.
  • Oft sind Schließungen oder Auslagerungen von Abteilungen, Umstrukturierungen oder Standortaufgaben Grundlage.
  • Es darf keine Möglichkeit geben, dich im Unternehmen an einem anderen Arbeitsplatz, einer anderen Abteilung oder einem anderen Standort weiterzubeschäftigen.
  • Eine Interessenabwägung muss ergeben, dass das Interesse deines Arbeitgebers, dir zu kündigen, größer ist als dein Interesse, deinen Arbeitsplatz zu behalten.
  • Bei einer betriebsbedingten Kündigung müssen soziale Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigt werden.

Betriebsbedingte Kündigung nicht immer wirksam

Auch wenn deine Abteilung geschlossen oder dein Arbeitsplatz abgeschafft wurde, muss das nicht immer heißen, dass du deine Arbeit verlierst. Dein Arbeitgeber muss sich in jedem Fall anstrengen, dich weiter zu beschäftigen. Eventuell könntest du an anderen Standorten, in anderen Abteilungen eingesetzt werden oder du könntest andere Aufgaben übernehmen. Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, ist nicht immer klar.

Im besten Fall sprichst du mit einem Anwalt für Arbeitsrecht über deine Situation. Damit hast du gute Chancen auf Wiedereinstellung oder eine Abfindung, wenn du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.


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Grundlose Kündigung


Dir wurde ohne Angabe eines Grundes gekündigt

  • Dein Kündigungsschreiben muss keine Begründung enthalten.
  • Erst im Rahmen einer Kündigungsschutzklage muss dein Arbeitgeber die Gründe für die Kündigung darlegen.
  • Ausnahmen bestehen nur, wenn im Arbeits- oder Tarifvertrag etwas anderes vereinbart ist.

Strategie grundlose Kündigung

Manche Arbeitgeber geben keine Gründe für eine Kündigung an, um sich nicht zu früh festzulegen. Vielleicht wartet dein Arbeitgeber erstmal ab, ob du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst. Falls du es nicht tust, ist die Kündigung wirksam und kann nicht mehr angefochten werden.

Falls du auf dein Recht bestehst und Klage einreichst, kann sich dein Arbeitgeber immer noch einen Grund überlegen. Eine unbegründete Kündigung sollte man nicht einfach so hinnehmen, denn es gibt wahrscheinlich Gründe dafür, dass keine Gründe angegeben sind.

Damit hast du gute Chancen auf Wiedereinstellung oder eine Abfindung, wenn du innerhalb der 3-Wochen-Frist eine Kündigungsschutzklage einreichst.


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