Abfindung

Wie viel du bekommst und was du beachten musst


Informationen zur Abfindung

Eine Abfindung ist keine gesetzlich verankerte Leistung und wenn dein Arbeits- oder Tarifvertrag diese nicht vorsieht, musst du dich aktiv darum bem├╝hen. Dies tust du, indem du deine K├╝ndigung direkt nach Erhalt von einem Anwalt pr├╝fen l├Ąsst und innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der K├╝ndigung, K├╝ndigungsschutzklage beim zust├Ąndigen Arbeitsgericht einreichst.


Definition Abfindung

Abfindung wird die einmalige Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer genannt um den Verlust des Arbeitsplatzes zu entsch├Ądigen.


Chance auf Abfindung

Die Chancen eine Abfindung zu bekommen sind sehr hoch, denn oft ist es dem Arbeitgeber mehr wert, eine Abfindung zu bezahlen, als in einen Rechtsstreit zu ziehen. Daher ist das Angebot Abfindung gegen Unterlassen einer K├╝ndigungsschutzklage ein h├Ąufiges. Wird dir dies nicht angeboten, sind folgende Kriterien zur Erstreitung einer Abfindung ├╝ber das K├╝ndigungsschutzgesetz relevant:

Sind beide Kriterien erf├╝llt, lasse deinen Arbeitsvertrag und deine K├╝ndigung von einem Anwalt pr├╝fen und dir deine genauen Chancen aufzeigen.



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H├Âhe der Abfindung

Die H├Âhe der Abfindung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

Die Faustformel zur Berechnung der Abfindung lautet: Bruttomonatsgehalt x Jahre der Betriebszugeh├Ârigkeit / 2

Beispiel:
Dein monatliches Bruttogehalt betr├Ągt 3.300 Euro und du bist seit 8 Jahren bei der Firma angestellt.

Berechnung der Abfindungsh├Âhe laut Beispiel: 3.300 x (8:2) = 3.300 x 4 = 13.200 Euro Abfindung


Muss die Abfindung versteuert werden?

Wer eine Abfindung erhalten hat, fragt sich, wie es sich mit den Steuern verh├Ąlt und worauf man achten muss. Grunds├Ątzlich gilt: Abfindungen sind grunds├Ątzlich sozialversicherungsfrei, m├╝ssen aber versteuert werden, Freibetr├Ąge gibt es keine.


Wie wird die Abfindung versteuert?

Es gibt zwei Varianten zur Versteuerung der Abfindung, vorausgesetzt, die Abfindungsh├Âhe wurde innerhalb eines Kalenderjahres gezahlt.

  1. Die Abfindung wird als Einkommen gewertet und unterliegt der Einkommensteuer, die H├Âhe richtet sich hierbei um den pers├Ânlichen Steuersatz.
  2. Es wird die F├╝nftelregelung angewendet, dies bedeutet, dass die Abfindungszahlung in der Steuerberechnung gleichm├Ą├čig auf f├╝nf Jahre verteilt wird.

Die F├╝nftelregelung an einem Beispiel:

Dein j├Ąhrliches Einkommen (nach Werbungskosten etc.) betr├Ągt 26.000 Euro und die H├Âhe deiner Abfindung betr├Ągt 10.000 Euro. Nun nimmst du ein F├╝nftel deiner Abfindung, sprich 2.000 Euro, und addierst diese zu deinem j├Ąhrlichen Einkommen und errechnest sowohl f├╝r die 28.000 Euro als auch f├╝r die normalen 26.000 Euro deine Einkommenssteuer.

Zu versteuerndes Einkommen MIT Abfindung = 28.000 Euro darauf entfallender Steuerbetrag = 4.585 Euro

Zu versteuerndes Einkommen OHNE Abfindung = 26.000 Euro darauf entfallender Steuerbetrag = 4.000 Euro

Die Differenz der beiden Steuerbetr├Ąge wird mit 5 multipliziert und ergibt den Steuerbetrag, der auf die Abfindung anf├Ąllt, in diesem Beispiel sind das 585 x 5 = 2.925 Euro.

Die F├╝nftelregelung sorgt unterm Strich daf├╝r, dass der auf den Abfindungsbetrag anzuwendende Steuersatz nicht so stark steigt und daher auf die Abfindung im Vergleich weniger Steuern zu zahlen sind als auf das normale Gehalt. Die Steuern auf die Abfindung werden vom Arbeitgeber abgef├╝hrt.


Abfindung und Arbeitslosengeld

Solange die ordentliche K├╝ndigungsfrist eingehalten wird, wird die Abfindung nicht auf Sozialleistungen angerechnet. Wichtig: Verk├╝rzt sich durch einen Aufhebungsvertrag die K├╝ndigungsfrist, k├Ânnen f├╝r den Zeitraum der Verk├╝rzung keine Sozialleistungen bezogen werden.


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FAQ Abfindung


Ist Abfindung gesetzlich geregelt?

Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass ihnen eine Abfindung zusteht, wenn der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag k├╝ndigt. Das gilt allerdings nur wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

Abfindung auch bei eigener K├╝ndigung?

Wenn du selber deinen Arbeitsvertrag k├╝ndigst, dann besteht kein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung. Die einzige Ausnahme ist, wenn du einen wichtigen K├╝ndigungsgrund hast und fristlos k├╝ndigst. Vor dem Gesetz ist ein solcher wichtiger K├╝ndigungsgrund ein vertragswidriges Verhalten deines Arbeitgebers. Falls dein Arbeitgeber sich nicht an euren Arbeitsvertrag h├Ąlt, kann dir also eine Abfindung zustehen, auch wenn du selber k├╝ndigst. Siehe auch ┬ž 628 Absatz 2 BGB. Beispiele f├╝r so einen wichtigen Grund w├Ąren, dass dir dein Arbeitgeber wiederholt kein Gehalt zahlt oder sich damit versp├Ątet, sexuelle Bel├Ąstigung am Arbeitsplatz oder wiederholte Verst├Â├če gegen Arbeitsschutzbestimmungen, wenn du dadurch in Gefahr ger├Ątst.

Abfindungsh├Âhe: Wie hoch ist meine Abfindung als Arbeitnehmer?

In den meisten F├Ąllen werden Abfindungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber frei verhandelt. Das hei├čt, je wichtiger es dem Arbeitgeber ist, das Anstellungsverh├Ąltnis zu beenden, desto eher ist er bereit, eine hohe Abfindung zu bezahlen. Viele Arbeitgeber orientieren sich aber an der Faustformel von einem halben bis zu einem Monatsgehalt pro Jahr der Besch├Ąftigung.


K├╝ndigungsretter




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